Im Spital

Wie sieht es eigentlich auf einer Station im St. Anna Kinderspital aus?

 Jede Station hat mehrere Zimmer für die PatientInnen, den Stützpunkt der ÄrztInnen und Pflegepersonen, einen Behandlungsraum, ein Spiel- bzw. Aufenthaltszimmer und Nebenräume wie z.B. eine Küche.
 
Natürlich sieht es auf der Säuglingsstation etwas anders aus als dort, wo ältere Kinder und Jugendliche behandelt werden. Und es kann sein, dass Du aufgrund Deiner Behandlung nicht mit anderen gemeinsam in einem Raum untergebracht werden kannst, sondern ein Zimmer allein brauchst.

Wie heißen die einzelnen Stationen?
 3A, 3B, 4A und 4B sind sogenannte interne Stationen, dort werden PatientInnen mit den verschiedensten Krankheiten behandelt.Die Station 4A ist die Säuglingsstation. Kinder, die eine Mandel- oder Polypen-Operation brauchen, werden auf der Station 3B untergebracht.
2A und 2B sind die Krebsstationen. 1A ist die Station für Stammzelltransplantationen, 1B ist die Intensivstation.
 
Wie lange muss ich eigentlich im Spital bleiben?
Das hängt ganz von Deiner Krankheit ab. Wir bemühen uns, Dich so schnell wie möglich wieder nach Hause zu entlassen. Es kann aber sein, dass Deine Behandlung mehrere Tage oder Wochen, manchmal sogar einige Monate dauert.
 
Muss ich alleine im Krankenhaus bleiben?
Du kannst von Deiner Mutter, Deinem Vater oder einer anderen erwachsenen Betreuungsperson begleitet werden. Auch in der Nacht kann jemand bei Dir bleiben. Bei vielen Untersuchungen ist es ebenfalls möglich, dass jemand mit dabei ist. Am Nachmittag darf noch zusätzlicher Besuch kommen.
 
Auch wenn Deine Eltern nicht ununterbrochen hier bleiben können, weil sie Geschwister versorgen, arbeiten gehen oder Anderes erledigen müssen, bist Du nicht "alleine" hier: Pflegepersonen, KindergärtnerInnen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen kümmern sich um Dich. Du lernst sie schnell kennen, wenn Du ein paar Tage auf einer Station bleibst.

Wie sieht dann der Alltag im Krankenhaus aus?
Der Vormittag ist die Zeit, wo die meisten Untersuchungen und Behandlungen gemacht werden. Dazu kommen ÄrztInnen und Pflegepersonen zu Dir ins Zimmer, oder Du wirst in Untersuchungs- oder Behandlungsräume im Haus gebracht.
Manchmal wirst Du vielleicht auch mit dem Krankenwagen zu anderen Instituten gefahren. Das Essen wird Dir ins Zimmer gebracht.
 
Aber natürlich ist das nicht alles, was es hier zu tun gibt: KindergärtnerInnen, TherapeutInnen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen bringen Spiele, lesen vor, bieten Gelegenheit zum Malen, Basteln oder Musizieren.
Es gibt Computer, Fernseh- und Videogeräte und nicht zuletzt andere Kinder und Jugendliche, die Dir helfen, die Zeit zu vertreiben.
 
Wenn Du längere Zeit im Krankenhaus bleiben musst und nicht in die Schule gehen kannst, dann kommt die Schule zu Dir, damit Du nichts versäumst: LehrerInnen erarbeiten mit Dir den Stoff, den Deine KlassenkameradInnen gerade lernen - aber natürlich nehmen sie Rücksicht auf Deine Krankheit.