Das Gesundheitserlebnis für die ganze Familie

 

 

Wir sind Partner der ersten CAPE 10 Kindergesundheitstage powered by UNIQA! Am 6. und 7. November 2026 lädt CAPE 10 alle Familien und ihre Kinder von 0-14 Jahren ein, Gesundheit auf neue Weise zu erleben.

 

Die Besucher*innen erwartet ein vielfältiges und vollkommen kostenloses Programm mit Gesundheitschecks, Mitmach- und Informationsstationen, Impulsvorträgen und weiteren Angeboten. Ziel ist es, Kindern und Familien einen niederschwelligen Zugang zu Gesundheitsinformationen und -angeboten zu ermöglichen. Während sich Eltern mit Expert*innen austauschen und wertvolle Tipps für den Familienalltag mitnehmen können, werden ihre Kinder kostenlos und ohne Termin bei wichtigen Vorsorgeuntersuchungen durchgecheckt oder entdecken an zahlreichen Mitmach-Stationen spielerisch die Welt der Gesundheit. Wir freuen uns, diese wichtige Initiative gemeinsam mit CAPE 10 zu unterstützen – und hoffen, viele Familien vor Ort begrüßen zu dürfen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.kindergesundheitstage.at

Pflege mit Haltung & Herz: Tag der Kinder- und Jugendlichenpflege

 

Heute findet erstmals der österreichweite Tag der Kinder- und Jugendlichenpflege statt – und natürlich sind auch wir im St. Anna Kinderspital dabei. Stellvertretend für unsere Pflege feiern unsere Pflegedirektorin Susanne Wieczorek und Kolleg*innen aus dem OP-Pflegeteam mit bunten Luftballons vor unserem OP.

 

Denn professionelle Pflege bedeutet bei uns weit mehr als medizinische Versorgung. Unsere Pflegefachkräfte begleiten Kinder und Jugendliche in ganz unterschiedlichen Situationen – und sind dabei auch wichtige Ansprechpersonen für ihre Familien.

 

Was es dafür neben Wissen, Erfahrung und hoher fachlicher Kompetenz braucht? Eine ganz besondere Haltung.

 

„Wer in der Kinder- und Jugendlichenpflege arbeitet, bringt nicht nur fachliche Kompetenz mit, sondern vor allem eine besondere Haltung gegenüber Kindern und ihren Familien. Es braucht Respekt, Einfühlungsvermögen und ein offenes Ohr – und ganz viel Herz. Genau das zeichnet unsere Pflege im St. Anna aus.“ — Susanne Wieczorek, Pflegedirektorin St. Anna Kinderspital

 

Mit dem neuen Aktionstag rückt der Berufsverband Kinderkrankenpflege Österreich diese wichtige Arbeit österreichweit ins Bewusstsein. Eine Initiative, die wir sehr gerne unterstützen.

 

Danke an all unsere Kolleg*innen in der Pflege für eure Expertise, eure Haltung und euer Herz für Kinder und ihre Familien.

 

Weitere Informationen zum Aktionstag.

So viel Zeit zuhause wie möglich – Krebstherapie in der Tagesklinik

 

Etwa 10-15 Kinder und Jugendliche werden täglich in der onkologischen Tagesklinik des St. Anna Kinderspitals behandelt und können anschließend wieder nach Hause. Die Tagesklinik ermöglicht es, Patient*innen mit Krebserkrankungen tagesklinisch weiterzubetreuen, und schafft damit zugleich Kapazitäten für Kinder und Jugendliche, die eine intensive stationäre Therapie benötigen.

 

Der internationale Kinderkrebsmonat im September macht auf Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter aufmerksam. Österreichweit erhalten jedes Jahr etwa 300 Kinder und Jugendliche eine Krebsdiagnose. Rund 80-85 Prozent der Betroffenen überleben heute ihre Krebserkrankung.

 

Früher nach Hause, Kapazität für intensive stationäre Behandlung

 

„Für unsere jungen Patient*innen und ihre Familien macht es einen großen Unterschied, ob eine Behandlung einen längeren Krankenhausaufenthalt bedeutet oder ob sie am Nachmittag wieder nach Hause in ihr vertrautes Umfeld können“, sagt Tanja Anzengruber, DGKP und pflegerische Leitung der Tagesklinik.

 

Sobald es ihr Gesundheitszustand zulässt, können sie aus der stationären Behandlung in die tagesklinische Weiterbetreuung wechseln. Die sieben Betten der onkologischen Tagesklinik sind voll ausgelastet und für jene reserviert, die für die Behandlung liegen müssen. Die anderen Patient*innen erhalten die Therapien in weiteren Bereichen der Tagesklinik oder in den ärztlichen Untersuchungsräumen. Je nach Therapie verbringen die Kinder mehrere Stunden in der Tagesklinik und können anschließend wieder nach Hause.

 

Fortschritte in der Kinderkrebsforschung und neue, besser verträgliche Therapien haben die Möglichkeiten der tagesklinischen Behandlung erweitert. Therapien, für die früher eine stationäre Aufnahme notwendig war, können heute teilweise tagesklinisch durchgeführt werden. Das St. Anna Kinderspital arbeitet dabei eng mit der St. Anna Kinderkrebsforschung zusammen.

 

Umfassende Behandlung in der Tagesklinik

 

Das Behandlungsspektrum reicht von Chemotherapien, Blut- und Plasmaprodukten sowie Antikörper- und Antibiotikatherapien bis zu Schmerztherapien, Knochenmark- und Lumbalpunktionen. Hinzu kommen klinische Begutachtungen und regelmäßige Laborkontrollen.

 

„Unser Ziel ist, die Kinder medizinisch und pflegerisch bestmöglich zu versorgen und ihnen gleichzeitig so viel Zeit wie möglich zuhause zu ermöglichen“, sagt Pflegedirektorin Susanne Wieczorek. Medizin und Pflege arbeiten dabei eng mit psychosozialer Betreuung, Pädagogik und weiteren therapeutischen Berufsgruppen zusammen.

Da viele Familien über längere Zeit regelmäßig in die Tagesklinik kommen, entsteht auch ein besonderes Miteinander: Kinder und Eltern tauschen sich aus, unterstützen einander – und nicht selten entstehen Freundschaften.

 

„Wir möchten, dass sich die Kinder bei uns wohlfühlen – manche sagen, die Tagesklinik sei ihr zweites Zuhause. Während der Behandlung wird Pizza gebacken oder UNO gespielt, die Familien fiebern bei wichtigen Untersuchungsergebnissen miteinander mit. So rückt die Erkrankung zumindest für Momente in den Hintergrund und das Schicksal wird miteinander geteilt“, sagt Anzengruber.

 

Zur kinderonkologischen Versorgung gehört auch die Palliativbetreuung von Kindern und Jugendlichen, deren Erkrankung nicht mehr heilbar ist – auch dies erfolgt mitunter in der onkologischen Tagesklinik.

 

Über das St. Anna Kinderspital

 

Das St. Anna Kinderspital ist ein Tochterunternehmen des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband Wien, eine eigenständige, an das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien – Medizinischer Universitätscampus angebundene Krankenanstalt und gleichzeitig Klinische Abteilung für allgemeine Pädiatrie und pädiatrische Hämato-Onkologie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde. Neben seiner Spezialisierung in der pädiatrischen Hämatologie, Onkologie und Immunologie und einem Schwerpunkt im operativen HNO-Bereich leistet das St. Anna Kinderspital im Rahmen seines Versorgungsauftrags einen wichtigen Beitrag in der Akut- und Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen in Wien. Mehr als 50.000 Besuche verzeichneten die onkologischen Spezialambulanzen, internen Schwerpunktambulanzen und die Allgemeine Ambulanz im Jahr 2025. Das St. Anna Kinderspital wird finanziert aus Mitteln des Wiener Gesundheitsfonds.

Neue Studienergebnisse: Weniger Chemotherapie, weniger Infektionen.  Immuntherapie verbessert die Behandlung von Hochrisiko-Leukämie bei Kindern.

 

Die Behandlung von Leukämie im Kindesalter erfordert häufig eine intensive Chemotherapie, die das Immunsystem stark schwächen und das Risiko lebensbedrohlicher Infektionen erhöhen kann. Eine internationale klinische Studie unter Beteiligung der Clinical Trials Unit, geleitet von Andishe Attabarschi, an der St. Anna Kinderkrebsforschung und dem St. Anna Kinderspital, zeigt nun eine weniger intensive Behandlungsoption für Kinder und Jugendliche mit Hochrisiko-B-Zell-akuter lymphatischer Leukämie: Werden zwei Zyklen hochdosierter Chemotherapie durch die Immuntherapie Blinatumomab ersetzt, verbessern sich die Behandlungsergebnisse und die Zahl schwerer Infektionen sinkt deutlich.

Die Behandlung von Leukämie im Kindesalter hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Jedoch ist bei der Behandlung der Hochrisiko-Leukämien weiterhin eine intensive Chemotherapie erforderlich. Diese kann den Körper stark belasten und das Immunsystem erheblich schwächen. Dadurch sind Patient*innen während der Behandlung besonders anfällig für schwere und potenziell lebensbedrohliche Infektionen.

Eine internationale klinische Studie unter der Leitung von Martin Schrappe am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel und unter Beteiligung der Clinical Trials Unit der St. Anna Kinderkrebsforschung und des St. Anna Kinderspitals, die die Studie in Österreich koordinierten, zeigt nun, dass zwei intensive Chemotherapiezyklen durch den bispezifischen Antikörper Blinatumomab ersetzt werden können.

 

Dieser Ansatz verbesserte die Behandlungsergebnisse bei Kindern und Jugendlichen mit Hochrisiko-B-Zell-akuter lymphatischer Leukämie und reduzierte gleichzeitig die Zahl schwerer Infektionen deutlich. Die Studie zeigt damit, dass weniger Chemotherapie nicht zwangsläufig eine weniger wirksame Behandlung bedeutet. Die Ergebnisse wurden im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlicht.

 

Die Ergebnisse zeigen, dass der Ersatz eines Teils der intensiven Chemotherapie durch Immuntherapie die behandlungsbedingte Toxizität deutlich verringern kann. Gleichzeitig erhält das Immunsystem mehr Gelegenheit, sich zu erholen und Infektionen zu bekämpfen.

 

Weitere Informationen bei St. Anna Kinderkrebsforschung

 

Beruf und Familie – beides braucht seinen Platz.

 

Am 15. September wurde dem St. Anna Kinderspital im Rahmen eines Festakts das staatliche Gütezeichen  berufundfamilie verliehen. Der Zertifizierung vorausgegangen ist ein gemeinsamer Prozess mit Mitarbeiter*innen, Führungskräften und dem Betriebsrat. Gemeinsam haben wir uns damit beschäftigt, wo wir bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ansetzen können. Denn Krankenhaus und Familienleben unter einen Hut zu bringen ist nicht immer einfach. Nicht alles lässt sich flexibel gestalten. Aber wir können dort ansetzen, wo Veränderungen möglich sind. Und genau das haben wir uns für die kommenden Jahre vorgenommen. Danke an alle Kolleg*innen, die sich in den Workshops und beim Audit eingebracht haben.

 

Wir leisten Großes für die Kleinen. Und haben dabei auch die Menschen im Blick, die das jeden Tag möglich machen.

 

Das St. Anna Kinderspital im Verzeichnis zertifizierter Unternehmen.

Die Notfallambulanz im St. Anna Kinderspital als wichtige Säule in der pädiatrischen Akutversorgung Wiens

 

Rund 10.000 Besuche im ersten Halbjahr 2026: Die Notfallambulanz stellt eine Akutversorgung rund um die Uhr für Wiens Kinder sicher – speziell zu saisonalen Spitzen und Randzeiten.

 

Achtsame Eltern, digitale Beratungsangebote und niedergelassene Ärzt*innen leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Kinder gesund bleiben und es gar nicht erst zu einem Notfall kommt. Bei akuten Erkrankungen, einer plötzlichen Verschlechterung des Gesundheitszustands oder nach Übergabe durch den Rettungsdienst ist die Notfallambulanz im St. Anna Kinderspital da. Gerade zu saisonalen Spitzen wie der Erkältungssaison, aber auch in Urlaubszeiten und an Wochenenden sind die durchgängige Verfügbarkeit und die weiterführenden Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten der Notfallambulanz wichtig.

 

Wichtige Säule der pädiatrischen Akut- und Notfallversorgung in Wien

Als spezialisiertes Zentrum übernimmt das St. Anna Kinderspital im Rahmen seines Versorgungsauftrags eine wichtige Rolle in der Akut- und Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen in Wien. Die rund um die Uhr geöffnete Notfallambulanz bildet eine zentrale Schnittstelle zwischen rettungsdienstlicher, ambulanter und stationärer Versorgung in der Wiener Gesundheitslandschaft.Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete die Notfallambulanz im St. Anna Kinderspital rund 10.000 Besuche. In den Sommermonaten werden durchschnittlich 60 Notfallpatient*innen pro Tag versorgt. Besondere Expertise liegt auch in der notfallmedizinischen Versorgung von jungen Patient*innen mit komplexen Grunderkrankungen, die eine rasche und spezialisierte Behandlung erfordern.

 

Die Notfallambulanz als Ausbildungsstätte: Hohe Frequenz, breites Spektrum

Unter Ärzt*innen in Ausbildung zählt die Notfallambulanz des St. Anna Kinderspitals zu den angesehensten Ausbildungsstätten. Aufgrund der hohen Anzahl von Patient*innen bildet sie beinahe das gesamte pädiatrische Krankheitsspektrum ab und bietet damit eine Fallvielfalt, die kaum eine andere Einrichtung erreicht.

 

Sommer in der Notfallambulanz

Die Sommermonate bringen besondere Anforderungen für die Kindernotfallmedizin mit sich. “Neben Allergien und Ausschlägen führen im Sommer speziell Hitzschläge, Dehydratation und Magen-Darm-Infektionen nach Reisen häufig zu akuten medizinischen Problemen bei Kindern”, erklärt Dr.in Annelies Hawliczek, Co-Leiterin der Notfallambulanz im St. Anna Kinderspital.“Im Hinblick auf die Zunahme von Hitzeperioden mit hohen Temperaturen über mehrere Tage und Nächte hinweg sind Eltern immer mehr gefragt, ihre Kinder bestmöglich vor Hitze und Sonneneinstrahlung sowie Flüssigkeitsmangel zu schützen”, erklärt die Kinderfachärztin. Wichtig sei vor allem, auf Warnzeichen zu achten. „Leiden Kinder an ungewöhnlicher Müdigkeit, Benommenheit oder Erbrechen, empfiehlt es sich, die telefonische Gesundheitsberatung 1450 anzurufen oder ärztlichen Rat einzuholen“, erklärt Dr.in Hawliczek.

 

Medizinische Dringlichkeit entscheidet

Damit jedes Kind möglichst rasch jene Versorgung erhält, die seinem Gesundheitszustand entspricht, erfolgt bei der Ankunft eine strukturierte Ersteinschätzung nach dem international etablierten Manchester-Triage-System. Es wird auch eingestuft, wie rasch Patient*innen ärztlich untersucht werden müssen. Durchschnittlich sind rund 39% der Fälle derart dringend, dass eine ärztliche Begutachtung innerhalb eines engen Zeitfensters erfolgen muss. Das kann dazu führen, dass Patient*innen mit weniger dringenden Erkrankungen nachgereiht werden, auch wenn sie früher in der Notfallambulanz eintrafen. Grundsätzlich wird selbstverständlich jedes in der Notfallambulanz vorstellige Kind gründlich untersucht und von einem multidisziplinären Team versorgt.

 

Wann bin ich mit meinem Kind in der Notfallambulanz richtig?

Die Notfallambulanz des St. Anna Kinderspitals ist rund um die Uhr für akute Notfallsituationen geöffnet. Dazu zählen insbesondere:

  • lebensbedrohliche oder gesundheitsgefährdende Erkrankungen wie z.B. akute Atemnot, Krampfanfälle oder Fieber bei Neugeborenen,
  • eine rasche Verschlechterung des Gesundheitszustands,
  • akute gesundheitliche Probleme bei Kindern mit komplexen bzw. schweren Grunderkrankungen.

Bei gesundheitlichen Beschwerden, bei denen unklar ist, welche Versorgung benötigt wird, steht die telefonische Gesundheitsberatung 1450 für eine Ersteinschätzung zur Verfügung.

 

Über das St. Anna Kinderspital

Das St. Anna Kinderspital ist ein Tochterunternehmen des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband Wien, eine eigenständige, an das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien – Medizinischer Universitätscampus angebundene Krankenanstalt und gleichzeitig Klinische Abteilung für allgemeine Pädiatrie und pädiatrische Hämato-Onkologie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde. Neben seiner Spezialisierung in der pädiatrischen Hämatologie, Onkologie und Immunologie und Schwerpunkt im operativen HNO-Bereich leistet das St. Anna Kinderspital im Rahmen seines Versorgungsauftrags einen wichtigen Beitrag in der Akut- und Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen in Wien. Mehr als 50.000 Besuche verzeichneten die onkologische Spezialambulanzen, internen Schwerpunktambulanzen und die Allgemeine Ambulanz im Jahr 2025. Nahezu zwei Drittel der ambulanten Besuche entfallen auf die rund um die Uhr geöffnete Notfallambulanz. Das St. Anna Kinderspital wird finanziert aus Mitteln des Wiener Gesundheitsfonds.

Neue Gentherapie am St. Anna Kinderspital: Hoffnung für Kinder und Jugendliche mit Sichelzellkrankheit und schwerer Beta-Thalassämie


Innovative CRISPR/Cas9-Therapie künftig auch in Wien verfügbar

 

Wien, 23.7.2026 Das St. Anna Kinderspital erweitert sein medizinisches Angebot um eine der innovativsten Therapieformen: Künftig wird auch eine Gentherapie für Kinder und Jugendliche mit schweren Formen der Sichelzellkrankheit und schwerer Beta-Thalassämien angeboten. Die ersten Patient*innen könnten bereits im Herbst behandelt werden. Die Therapie wird in Österreich nur an wenigen spezialisierten Zentren verfügbar sein – darunter Wien und Innsbruck.

 

Zum Einsatz kommt die Gentherapie CASGEVY®, die auf der CRISPR/Cas9-Technologie basiert. Die 2024 von der Europäischen Kommission zugelassene Therapie ist die erste Gentherapie dieser Art in Europa. Dabei werden körpereigene Stammzellen genetisch verändert, um die Bildung von gesundem Hämoglobin (rotem Blutfarbstoff) wieder zu ermöglichen.

 

„Mit dem Ausbau innovativer Therapien schaffen wir neue Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit schweren Erkrankungen. Unser Ziel ist es, betroffenen Familien Zugang zu hochspezialisierter Medizin auf modernstem Niveau zu bieten“, so Univ.-Prof.in DDr.in Caroline Hutter, Ärztliche Direktorin des St. Anna Kinderspitals.

 

Neue Perspektiven für schwer betroffene Patient*innen

Sichelzellkrankheit und schwere Beta-Thalassämie sind genetisch bedingte Erkrankungen der Blutbildung. Betroffene leiden unter einer deutlich eingeschränkten Lebensqualität und benötigen wiederholt Krankenhausaufenthalte. Krankhaft veränderte rote Blutkörperchen führen bei Sichelzellkrankheit zu Gefäßverschlüssen mit Schmerzkrisen, Schlaganfällen und anderen schwerwiegenden Organschäden, und ohne heilende hämatopoetische Stammzelltransplantation ist die Lebenserwartung auch in der industrialisierten Welt um etwa 20 Jahre reduziert. Patient*innen mit schwerer Beta-Thalassämie benötigen lebenslang regelmäßige Erythrozytentransfusionen (Gabe roter Blutkörperchen). Ein Hauptproblem sind dabei Organschäden durch Eisenüberladung, weshalb eine zum Teil mit Nebenwirkungen behaftete Eiseneliminationstherapie durchgeführt werden muss. Leider stehen nur bei einem Teil der Betroffenen passende Stammzellspender*innen für eine potenziell heilende Therapie zur Verfügung.

 

„Für Kinder und Jugendliche mit schweren Krankheitsverläufen, für die keine passende Stammzellspende verfügbar ist, eröffnet die Gentherapie erstmals eine neue heilende therapeutische Perspektive“, erklärt Prof. Dr. Leo Kager, Leiter der Ambulanz für Hämatologie und Onkologie am St. Anna Kinderspital und Diagnoseverantwortlicher für die Gentherapie.

Die Behandlung richtet sich an in Österreich versicherte Patient*innen ab zwölf Jahren mit schweren Krankheitsverläufen. Aufgrund der strengen medizinischen Kriterien wird die Zahl der geeigneten Patient*innen zunächst klein sein.

 

Wie funktioniert die Gentherapie?

Für die Behandlung werden im Zuge einer Stammzellapherese körpereigene Blutstammzellen entnommen und mittels CRISPR/Cas9-Technologie genetisch so verändert, dass anschließend wieder ein intaktes Hämoglobin produziert werden kann. Nach Verabreichung einer Chemotherapie erhalten die Patient*innen ihre bearbeiteten Stammzellen zurück. Insgesamt dauert der stationäre Aufenthalt mehrere Wochen.

 

„Die bisherigen Studienergebnisse sind sehr vielversprechend. Im Idealfall verschwinden Schmerzkrisen nahezu vollständig, was für Patient*innen mit Sichelzellerkrankung eine massive Verbesserung der Lebensqualität bedeutet. Patient*innen mit schwerer Beta-Thalassämie benötigen im Idealfall nach einer Gentherapie keine Transfusionen mehr“, so PD Dr. Herbert Pichler, Leiter der Stammzelltransplantation am St. Anna Kinderspital und verantwortlich für die Durchführung der Gentherapie.

 

Ein wesentlicher Vorteil gegenüber der klassischen allogenen Stammzelltransplantation mit Spenderstammzellen besteht darin, dass durch die Verwendung körpereigener Stammzellen kein Risiko für eine sogenannte Graft-versus-Host-Erkrankung besteht. Dabei handelt es sich um eine schwere Immunreaktion, die durch eine Immunsuppression (Behandlung zur Unterdrückung des Immunsystems) verhindert werden soll. Im Unterschied dazu ist nach einer Gentherapie im Regelfall keine Immunsuppression erforderlich.

 

Über das St. Anna Kinderspital

Das St. Anna Kinderspital zählt insbesondere in der Behandlung kindlicher Blut- und Tumorerkrankungen zu den führenden Zentren Österreichs. Das St. Anna Kinderspital ist gemeinsam mit der Abteilung für Hämostaseologie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde in Wien zudem das einzige Expertisezentrum für pädiatrische nicht-maligne Hämatologie und Hämostaseologie in Österreich.

Neue Lasertherapie: Wenige Sekunden Licht – mit großer Wirkung

 

Mit einem Flächenlaser und einem ergänzenden Stablaser der Firma Heltschl Medizintechnik erweitern wir unser modernes Therapieangebot. Die sogenannte Low-Level-Lasertherapie nutzt Kaltlicht, um körpereigene Heilungsprozesse zu unterstützen, Schmerzen zu lindern und Entzündungen zu reduzieren. Das Besondere: Die Anwendung ist schmerzfrei, dauert meist nur wenige Sekunden und wird bereits in mehreren Bereichen unseres Hauses erfolgreich eingesetzt.

 

Wie kann die Lasertherapie unterstützen?

  • Sie regt die Energieproduktion in den Zellen an
  • Sie unterstützt die Regeneration von Gewebe
  • Sie kann Entzündungen reduzieren
  • Sie fördert die Durchblutung im behandelten Bereich

 

Wann kann Lasertherapie eingesetzt werden?

  • Bei Entzündungen der Mundschleimhaut
  • Bei Windeldermatitis
  • Bei Hautreaktionen nach Strahlentherapie
  • Bei Nebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen
  • In der Narbenbehandlung

 

Initiiert wurde die Einführung von unserer ARGE Wundmanagement – einem interprofessionellen Team unseres Hauses. Gemeinsam arbeiten wir daran, die Wundversorgung für Kinder und Jugendliche laufend weiterzuentwickeln – damit Heilung bestmöglich unterstützt, Schmerzen gelindert und die Lebensqualität unserer jungen Patient*innen verbessert werden kann.

 

Fotos: SAK / Holly Kellner

Österreichischer Kinderhospiz- und Palliativtag am 1. Juni

 

Kinderspielestationen, Festakt, Bühnenprogramm

 

Am Montag, 1. Juni 2026, lädt HOSPIZ ÖSTERREICH zum Österreichischen Kinderhospiz- und Palliativtag in den Fürstenhof des MuseumsQuartiers Wien ein. Dieser Tag ist Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit lebensverkürzender Erkrankung und ihren Familien gewidmet. Er macht auf ihre Situation aufmerksam und stellt die wichtige Arbeit der pädiatrischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen in den Fokus.

 

Das St. Anna Kinderspital ist gemeinsam mit zahlreichen Partnerorganisationen Teil dieser Initiative. Ein abwechslungsreiches Programm mit Kinderspielestationen, Bühnenprogramm und Festakt verbindet Information, Begegnung und gemeinsame Erlebnisse für Familien.

Im Mittelpunkt steht auch die Unterstützung im Alltag: Der Externe Onkologische Pflegedienst (EOP) sowie der Mobile Psychologische Dienst (MPD) des St. Anna Kinderspitals und der Kinderkrebshilfe Wien-NÖ-Bgld begleiten Familien mit krebskranken Kindern und Jugendlichen zu Hause bzw. im Alltag und bieten wichtige medizinische und psychologische Unterstützung außerhalb des Spitals.

An unserer Station laden wir Kinder und Familien zum gemeinsamen Zaubern und Spielen ein. Seifenblasen – als zartes Symbol dieses Tages – stehen für die besondere Lebenswelt der betroffenen Kinder: bunt, faszinierend und kostbar in jedem einzelnen Moment.

 

Ort: Fürstenhof, MuseumsQuartier Wien, 1070 Wien
bei Schlechtwetter: ZOOM Kindermuseum
Datum: Montag, 1.6.2026
Zeit: 09:00 – 17:00 Uhr

Mehr Informationen zum Programm.

Häufige Fragen zum Survivorship Passport

 

Der Survivorship Passport ist ein zentrales Instrument zur langfristigen medizinischen Betreuung von ehemaligen Kinderkrebspatient*innen. Er unterstützt eine strukturierte Nachsorge, indem er wichtige Gesundheits- und Therapiedaten bündelt und behandelnden Ärzt*innen sowie Patient*innen jederzeit zugänglich macht. Im Folgenden haben wir häufig gestellte Fragen und Antworten zum Survivorship Passport zusammengefasst.

 

Was ist der Survivorship Passport?

Der österreichische Survivorship Passport ist ein digitales Instrument zur personalisierten medizinischen Nachsorge ehemaliger Kinderkrebspatient*innen – integriert in ELGA.

Er ermöglicht:

  • die strukturierte Erfassung therapie- und gesundheitsrelevanter Daten
  • die längere Verfügbarkeit dieser Informationen
  • den jederzeitigen Zugriff für behandelnde Ärzt*innen und Patient*innen
  • die Unterstützung bei der Früherkennung, Prävention und Behandlung möglicher Spätfolgen oder Rückfälle

 

Warum braucht es den Survivorship Passport?
Besonders relevant ist dies, da viele therapiebedingte Spätfolgen erst Jahre oder Jahrzehnte nach Abschluss der Krebsbehandlung auftreten, häufig im Erwachsenenalter.

Der Survivorship Passport bündelt dabei:

  • individuelle Therapiedaten
  • Risikoprofile für mögliche Spätfolgen
  • evidenzbasierte Empfehlungen für Nachsorge und Vorsorge
  • medizinisch relevante Verlaufsinformationen

Die strukturierte und standardisierte Dokumentation unterstützt eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige medizinische Betreuung über die gesamte Lebensspanne hinweg.

 

Für wen ist der Survivorship Passport gedacht?

In Österreich betrifft die strukturierte Langzeitnachsorge eine Patient*innengruppe von rund 5.000 Survivors, also Personen, die im Kindes- oder Jugendalter an Krebs erkrankt waren und heute geheilt sind oder langfristig mit den Folgen der Erkrankung leben. Für den Survivorship Passport müssen Survivors bereits 18 Jahre alt sein und seit mindestens 5 Jahren die Therapie beendet haben.

Wie bekommen Survivors den Survivorship Passport?

Sobald die Therapie beendet ist, erfolgen Nachsorge- bzw. Vorsorgeuntersuchungen im Erwachsenenalter nicht mehr im St. Anna Kinderspital, sondern in der interdisziplinären onkologischen Nachsorge-Ambulanz (IONA). Für diesen Übergabeprozess erhalten alle Survivors umfassende Untersuchungen. Nach diesen abschließenden Untersuchungen kommen die Survivors zum Abschlussgespräch ins St. Anna Kinderspital. Für das Abschlussgespräch bereitet unser Team eine Therapiezusammenfassung inklusive Chemo- und Radiotherapiedosis sowie Empfehlungen für die Langzeitnachsorge vor und erstellt den Survivorship Passport.

Wenn Sie ebenfalls den Survivorship Passport erhalten möchten, melden Sie sich bitte mit folgenden Daten (Patient*innenname, Geburtsdatum, Angabe, ob bzw. wann Sie im St. Anna in Behandlung waren) bei pr@stanna.at. Wir leiten Ihre Anfrage an das Ärztinnen-Team für die nächsten Schritte weiter.

 

Wird der Survivorship Passport automatisch in ELGA erstellt oder muss man aktiv zustimmen?
Der Survivorship Passport wird erst nach Therapieabschluss im Rahmen der Nachsorge gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt erstellt. Es bedarf der aktiven Zustimmung und erfolgt nicht automatisch.