St. Anna Kinderspital: Neuer Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor

 

 

Mit 1. März 2026 hat DI (FH) Mag. (FH) Herbert Volkmann die Funktion des Geschäftsführers und Verwaltungsdirektors der St. Anna Kinderspital GmbH übernommen. In dieser Rolle verantwortet er die strategische Ausrichtung, wirtschaftliche Steuerung und nachhaltige Weiterentwicklung des gesamten Hauses und stärkt dessen Position als führendes pädiatrisches Kompetenzzentrum im österreichischen Gesundheitswesen.

 

Experte für strategische Krankenhausentwicklung und Transformationsprozesse

Mit Herbert Volkmann gewinnt das St. Anna Kinderspital eine erfahrene Führungspersönlichkeit mit ausgewiesener Expertise im Krankenhausmanagement und in der strategischen Organisationsentwicklung. Herbert Volkmann absolvierte ein Studium der Elektronischen Informationsdienste an der FH Technikum Wien sowie ein Diplomstudium in Unternehmensführung an den Fachhochschulstudiengängen der Wiener Wirtschaft.

Zuletzt war er seit 2019 als kaufmännischer Direktor des Herz-Jesu-Krankenhauses in Wien tätig, wo er zentrale Verwaltungs- und Servicebereiche verantwortete und tiefgreifende Veränderungsprozesse steuerte. Ein besonderer Schwerpunkt seiner bisherigen Tätigkeit lag im Change-Management unter komplexen Rahmenbedingungen: So leitete er einen umfangreichen Krankenhaus-Zu- und -Umbau im laufenden Vollbetrieb und gestaltete parallel Ambulanz- und OP-Prozesse neu. Die Umsetzung innovativer, digital unterstützter Abläufe führte zu nachhaltigen Effizienzgewinnen und einer verbesserten Ressourcennutzung – stets mit Blick auf die langfristige Stabilität des Gesamtsystems.

 

Strategische Entwicklung des St. Anna Kinderspitals

„Als Geschäftsführer sehe ich mein Ziel darin, mit strategischem Weitblick jene Rahmenbedingungen zu schaffen, die es unserem Team ermöglichen, medizinische Spitzenleistungen nachhaltig zu erbringen und jederzeit bereit für zukünftige Innovationen und strukturelle Entwicklungen zu sein. Im hochkomplexen System des Gesundheitswesens braucht es heute vor allem Ermöglicher, Persönlichkeiten, die mit Empathie, Geduld und einem tiefen Verständnis für systemische Zusammenhänge agieren“, so DI (FH) Mag. (FH) Herbert Volkmann.

Volkmann versteht sich dabei als leiser Taktgeber – mit klarer Verantwortung für die Ausrichtung des Gesamthauses. Zentrale Schwerpunkte sind eine vorausschauende wirtschaftliche Steuerung, der Ausbau digitaler und administrativer Strukturen sowie resiliente Organisationsmodelle, die die starke Position des St. Anna Kinderspitals im europäischen Gesundheitsnetzwerk festigen und nachhaltig ausbauen.

 

Kollegiale Führung begrüßt neuen Geschäftsführer

Die Leitung des St. Anna Kinderspitals erfolgt im Rahmen der Kollegialen Führung gemeinsam mit der Ärztlichen Direktorin Univ.-Prof.in DDr.in Caroline Hutter und der Pflegedirektorin Susanne Wieczorek, MSc. „Wir freuen uns sehr, Herbert Volkmann im St. Anna Kinderspital willkommen zu heißen. Mit seiner fachlichen Kompetenz, seiner Erfahrung im Krankenhausmanagement und seinem Blick für zukunftsorientierte Strukturen bringt er wichtige Impulse für unser Haus. Gemeinsam wollen wir das St. Anna Kinderspital mutig gestalten, unsere lange Tradition in die Zukunft führen und weiterhin die bestmögliche Versorgung für Kinder und Jugendliche bieten“, so die Ärztliche Direktorin Univ.-Prof.in DDr.in Caroline Hutter und die Pflegedirektorin Susanne Wieczorek, MSc.

 

Über das St. Anna Kinderspital

Das St. Anna Kinderspital wurde 1837 gegründet, ist das erste Kinderspital Österreichs und leistet Großes für die Kleinen. Es zählt zu den führenden pädiatrischen Einrichtungen des Landes und genießt national wie international einen hervorragenden Ruf, insbesondere als Zentrum für die Behandlung kindlicher Blut- und Tumorerkrankungen. Einzigartig in Österreich ist die enge Verbindung von hochspezialisierter Versorgung und international anerkannter Forschung, durch die neue Therapien rasch in die Behandlung einfließen. Mit 122 Betten, 550 Mitarbeiter*innen sowie jährlich über 22.000 betreuten Patient*innen und mehr als 50.000 ambulanten Besuchen bietet das St. Anna Kinderspital eine umfassende, familienorientierte medizinische Versorgung für Kinder und Jugendliche.

 

Rotes Kreuz und St. Anna Kinderspital: „Krebs macht auch vor Kindern nicht halt! Blutspenden sind essenziell, um ihr Leben zu retten.“

 

250 bis 300 Kinder und Jugendliche erkranken pro Jahr an Krebs – Dr. Attarbaschi und Dr. Kreil: „Ausreichende Versorgung mit Blutkonserven ist wichtig für erfolgreiche Therapien!“

Wien, 13.2.2026:  Ein Rundgang durch die onkologischen Stationen im St. Anna Kinderspital macht betroffen. Jeden Tag kämpfen hier Kinder ums Überleben. Anstatt mit ihren Eltern die ersten Schritte ins Leben zu machen, mit ihren Freund:innen zu spielen oder sich in ihren Peergroups zu bewegen, sind für sie Krankenbetten, medizinische Therapien und deren Nebenwirkungen der Alltag – denn sie kämpfen gegen den Krebs. „In Österreich erhalten jedes Jahr 250 bis 300 Kinder und Jugendliche die lebensbedrohliche Diagnose Krebs“, erklärt Univ.-Prof. OA Dr. Andishe Attarbaschi, Ärztlicher Co-Direktor des St. Anna Kinderspitals vor dem Welt-Kinderkrebstag am Sonntag, dem 15. Februar. „In 45 Prozent der Fälle werden akute Leukämien – sprich Blutkrebs – oder hochmaligne Lymphome – Lymphdrüsenkrebs – diagnostiziert. Die Prognosen bei diesen häufigen Krebsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten enorm verbessert. Je nach Unterart liegt die Heilungsrate heute bei 85 bis 95 Prozent. Die supportive Therapie mit Blutprodukten ist ein wesentlicher Faktor für den Behandlungserfolg – nur deren Vorhandensein erlaubt uns, hochintensive Chemotherapien oder Knochenmarkstransplantationen durchzuführen, die stets mit einer Blutarmut einhergehen.“

Blutprodukte als entscheidender Faktor in der Krebstherapie

 

„Für erfolgreiche Krebstherapien sind oft viele Blutkonserven notwendig“, so Dr. Ursula Kreil, Transfusionsmedizinerin und stellvertretende medizinische Leiterin der Blutspendezentrale für Wien, Niederösterreich und das Burgenland beim Österreichischen Roten Kreuz. „Aus dem gespendeten Blut können darüber hinaus viele weitere Blutprodukte gewonnen werden, die für Krebstherapien entscheidend sind.“ Konkret liefert das Rote Kreuz pro Jahr 3.000 Blutkonserven in Form von Erythrozytenkonzentraten und 1.500 Blutprodukte in Form von Thrombozytenkonzentraten an das St. Anna Kinderspital. Außerdem werden für das Krankenhaus sämtliche mit Blutkonserven verbundene labordiagnostische Leistungen vom Roten Kreuz bereitgestellt.

93 Blutkonserven retteten das Leben von Sarah

 

Die 21-jährige Sarah Elmer hat ihre schwere Erkrankung nicht zuletzt dank der Blutspenden überlebt, da nur deren Gaben die durch die Chemotherapie verursachte Blutarmut überbrücken können. Im Alter von 10 Jahren wurde bei ihr eine bilineare Leukämie, eine seltene Art von Blutkrebs, diagnostiziert. Inzwischen gilt sie als geheilt. „93 Blutkonserven wurden für meine Therapie benötigt“, erinnert sie sich. „Es war eine schwierige Zeit für mich und meine Eltern – zum Glück war die Behandlung erfolgreich. Ich bin extrem glücklich und dankbar, dass ich mit der Hilfe vieler Blutspenderinnen und Blutspender geheilt werden konnte.“

 

Auch Sarahs Eltern erinnern sich an diese schwere Zeit mit einer Mischung aus Angst und Erleichterung: „Es gibt nichts Schlimmeres als eine schwere Erkrankung des eigenen Kindes. Niemand sollte so etwas erleben müssen. Jeder Tag war erfüllt mit Angst um ihr Leben und der Hoffnung auf eine erfolgreiche Therapie. Wir bedanken uns beim gesamten Team des St. Anna Kinderspitals für den großen Einsatz und das Engagement, das wir bei Sarahs Behandlung erlebt haben. Wir appellieren an alle Menschen in Österreich: Gehen Sie zur Blutspende, sie retten damit Leben!“

 

„Jeder Mensch kann in die Situation kommen, eine Blutspende zu benötigen!“

 

Auch Dr. Kreil und Dr. Attarbaschi betonen: „Egal ob Kinder, Erwachsene, Unfallopfer, chronisch kranke Menschen – wir alle können in die Situation geraten, auf eine Blutspende angewiesen zu sein. Blut kann nicht künstlich hergestellt werden, eine Konserve ist nur 42 Tage lang haltbar. Deswegen ist es besonders wichtig, regelmäßig Blut zu spenden, um die Versorgung in Österreich mit diesem lebenswichtigen Notfallmedikament zu garantieren.“

 

Infos über Blutspendeaktionen auf www.blut.at

Die Blutspendezentrale in Wien (Wiedner Hauptstraße 32, 1040 Wien) hat das ganze Jahr über geöffnet, außerdem gibt es die Möglichkeit zum Blutspenden in allen Bundesländern. Dr. Kreil: „Informieren Sie sich auf www.blut.at über Aktionen in Ihrer Nähe. Spenden dürfen alle Menschen zwischen 18 und 70 Jahren, die gesund sind und gewisse gesetzliche Voraussetzungen erfüllen. Mitbringen muss man nur einen Ausweis und ein bisschen Zeit.“

 

Fotos: ÖRK / Thomas Holly Kellner

 
Mitglieder des Schmerz-Teams vor dem St. Anna Kinderspital lächeln in die Kamera
© SAK/Thomas Holly Kellner Vor den Vorhang: Das sind die Mitglieder der „Schmerz-Teams“ im St. Anna Kinderspital

15 Jahre Schmerz-Team im St. Anna Kinderspital

 

Wien (07.08.2025) – Die „Arbeitsgruppe Schmerz“ im St. Anna Kinderspital feiert heuer ihr 15-jähriges Bestehen. Seit 2010 arbeitet ein multiprofessionelles Team an der Vision einer medizinischen Behandlung, die mit weniger Schmerz und Angst für die jungen Patient*innen verbunden ist.Was als Initiative von wenigen Pflegepersonen begann, wuchs in 15 Jahren zu einer multiprofessionellen Plattform des Austauschs und zum Impulsgeber für Qualität und Innovation heran. Heute treffen sich Expert*innen des Hauses aus fünf Berufsgruppen regelmäßig, um das Schmerzmanagement im St. Anna Kinderspital kontinuierlich weiterzuentwickeln.

 

Ein Meilenstein: Einheitliche Schmerzeinschätzung und -Prävention

Gemeinsam erarbeitete das Team bereits zahlreiche Inhalte und vereinheitlichte Prozesse, um Schmerzen junger Patient*innen zu verstehen, zu lindern und zu verhindern. Die Maßnahmen richten sich sowohl an medizinisches Fachpersonal als auch an die jungen Patient*innen und Bezugspersonen.

 

Das kontinuierliche Engagement führte zu nachhaltigen Veränderungen in der Haltung der Betreuenden im St. Anna Kinderspital. „‚Weh tut’s mir, wenn ich es sage‘, ist ein wichtiger Leitsatz in der Behandlung, den wir in intensiver Teamarbeit in den letzten Jahren verankert haben“, erklärt Arabella Baraka, Leiterin des Schmerz-Teams. „Kinder und Jugendliche sind keine jungen Erwachsenen. Schmerzempfinden, Verbalisierung und Bewältigungsstrategien sind sehr spezifisch. Diese Besonderheiten im Schmerzmanagement gilt es zu erkennen, professionell einzuschätzen und entsprechend zu behandeln“, betont die Pflegeexpertin.

 

Die Bedeutung „nicht medikamentöser Schmerzmaßnahmen“

Neben standardisierten Abläufen in der Behandlung von Schmerzen, wie der Anwendung von lokalanästhesierenden „Zauberpflastern“, gewinnen sogenannte „nicht medikamentöse Schmerzmaßnahmen“ zunehmend an Bedeutung. „Unter dem Motto ‚Dein Kopf kann zaubern‘ erhalten Patient*innen verschiedene Möglichkeiten zur Ablenkung sowie Tapferkeitsurkunden nach überstandener Behandlung“, erklärt Baraka . Auch Bezugspersonen werden aktiv in die Versorgung eingebunden, etwa durch Komfort-Lagerungen.

 

Wichtig sei auch die Sprache. „Worte wirken wie Medizin. Je nach Wortwahl können Schmerzen und Ängste verstärkt oder gelindert werden“, fügt Baraka hinzu. Statt „Achtung, Stich“ heiße es im St. Anna Kinderspital etwa: „Wir beginnen jetzt“.

 

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Schmerz fungieren als Multiplikator*innen nach innen und außen. Eine Vielzahl von Qualitätsstandards und laufend hausinterne Fortbildungen setzen an, wo zunehmend generalisierte Curricula in der Ausbildung des höherqualifizierten Gesundheitspersonals zu kurz greifen.

Das Engagement des Schmerzteams freut auch die Kollegiale Führung des St. Anna Kinderspitals. „‚Gegen Schmerz mit Herz‘ lautet unser Motto. Der leidenschaftliche Einsatz unseres Schmerz-Teams zum Wohl junger Patient*innen hat unser Haus nachhaltig verändert. Schlüssel zum Erfolg sind Multiprofessionalität und Teamarbeit. Auf dieses Rezept bauen wir auch in den nächsten Jahren auf“, streicht Pflegedirektorin Susanne Wieczorek hervor.

 

Die gemeinsame Vision: Ein schmerz- und angstfreies Kinderspital.

 

„Meet the Team“: Sieben Fragen an das Schmerz-Team

 

Anlässlich des Jubiläums „15 Jahre Schmerz-Team“ holte das St. Anna Kinderspital Mitglieder der „Arbeitsgruppe Schmerz“ vor den Vorhang und fragte nach…

© Thomas Holly Kellner Die neue ärztliche Direktorin Univ.-Prof.in DDr.in Caroline Hutter mit Co-Director Univ.-Prof. Dr. Andishe Attarbaschi

St. Anna Kinderspital: Neue ärztliche Leitung

 

Seit 1. August 2024 ist Univ.-Prof. DDr. Caroline Hutter ärztliche Direktorin im St. Anna Kinderspital. Gleichzeitig trat sie die Professur für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien an. Ihre Ernennung durch die Berufungskommission der MedUni Wien folgte einem umfassenden Auswahlverfahren aus einem internationalen Bewerber*innenfeld.

 

Wien, 8. August 2024 – Das St. Anna Kinderspital freut sich, die Ernennung von Univ.-Prof. DDr. Caroline Hutter zur neuen ärztlichen Leiterin bekannt zu geben. Mit August 2024 trat DDr. Hutter auch die Professur für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien an. Sie folgt auf Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Holter, der seit 2012 als ärztlicher Leiter tätig war und nun in den wohlverdienten Ruhestand geht. DDr. Hutter ist damit die erste Frau, die diese Position im St. Anna Kinderspital übernimmt. Univ.-Prof. Dr. Andishe Attarbaschi wechselt als Co-Direktor in die Ärztliche Direktion und wird gemeinsam mit DDr. Hutter die Bemühungen um eine innovative und exzellente Patient*innenversorgung weiter vorantreiben.

 

„Es ist mir eine große Ehre, die Position der ärztlichen Leitung zu übernehmen. Gemeinsam mit Dr. Attarbaschi möchten wir die medizinische Betreuung am St. Anna Kinderspital weiter stärken. Dazu möchten wir auch junge Ärztinnen und Ärzte für die Arbeit in einem multidisziplinären Team in einem Kinderspital begeistern. Die exzellente Betreuung von Kindern und Jugendlichen ist unser klares Ziel“, sagt DDr. Hutter.

 

DDr. Hutter, zuletzt als Oberärztin im St. Anna Kinderspital tätig, leitet das Team für klinische Präzisionsmedizin und ist Principal Investigator in der St. Anna Kinderkrebsforschung. Ihre umfangreiche Erfahrung und ihr Engagement für patientenzentrierte Pflege und medizinische Innovationen machen sie zur idealen Wahl für diese Rolle. Ihr besonderes Interesse gilt der Präzisionsonkologie, schwer behandelbaren Krebsarten und Histiozytosen. Ihre Laborforschung konzentriert sich auf die Pathogenese und Behandlung der Langerhans-Zell-Histiozytose.

 

Dr. Attarbaschi ergänzt: „Ich freue mich darauf, DDr. Hutter in ihrer neuen Funktion zu begleiten. Unsere Zusammenarbeit wird geprägt sein von dem Ziel, die hohe Qualität der Diagnostik und Behandlungsmethoden im St. Anna Kinderspital kontinuierlich zu verbessern und auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Pädiatrie zu reagieren. Mit vereinten Kräften werden wir das St. Anna Kinderspital in eine erfolgreiche Zukunft führen und unsere Position als Vorreiter in der pädiatrischen Onkologie und Hämatologie sowie Zelltherapien ausbauen.“

 

Dr. Attarbaschi, ein international anerkannter pädiatrischer Onkologe, ist seit Beginn seiner Karriere eng mit dem St. Anna Kinderspital verbunden. Er leitet seit 15 Jahren als Oberarzt die hämatologisch-onkologische Station 2A und ist leitendes Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Fachgesellschaften und entwickelt seit geraumer Zeit federführend auch die Ausbildung in pädiatrischer Hämato-Onkologie auf Europäischer Ebene. Sein besonderes wissenschaftliches Interesse gilt der akuten lymphoblastischen Leukämie und den hochmalignen Lymphomen.

 

Die Geschäftsführung des St. Anna Kinderspitals freut sich sehr über diese zukunftsweisende Entwicklung: „DDr. Hutter und Dr. Attarbaschi bringen beide herausragende medizinische und wissenschaftliche Kompetenzen mit und sind bestens geeignet, unser Spital in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Ihre gemeinsame Vision und ihre Expertise werden maßgeblich dazu beitragen, dass das St. Anna Kinderspital weiterhin höchste Standards in der Patientenversorgung erfüllt.“

 

Über das St. Anna Kinderspital

Die St. Anna Kinderspital GmbH ist ein Tochterunternehmen des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband Wien, und eine eigenständige, an das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien – Medizinischer Universitätscampus angebundene Krankenanstalt. Gleichzeitig ist es die Klinische Abteilung für allgemeine Pädiatrie und pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde. Das St. Anna Kinderspital betreut Kinder und Jugendliche umfassend nach einem integrativen Konzept, das Behandlung, Pflege und psychosoziale Betreuung kombiniert. Mit rund 120 Betten, über 500 Mitarbeiter*innen und etwa 55.000 Patient*innenkontakten im Jahr ist das St. Anna Kinderspital bestrebt, die Wünsche der Patient*innen und ihrer Familien zu erfüllen und umfassende, zeitgerechte und verständliche Information und Aufklärung zu bieten. Die multiprofessionellen Teams arbeiten kollegial zusammen, um eine herausragende Versorgung sicherzustellen und den Bedürfnissen der Familien gerecht zu werden.

© Foto: Sima Prodinger Spendenorganisationen von „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ sagten symbolisch Danke in Schönbrunn.

Spendenorganisationen sagen DANKE

110 Millionen Euro Testamentsspenden in Österreich – Interesse auf Rekordniveau: Jede fünfte Person über 40 Jahre offen für gemeinnützige Erbschaft. Österreichs Spendenorganisationen sagten heute symbolisch Danke in Schönbrunn.

 

Wien, 17.4.2024 (OTS). Im vergangenen Jahrzehnt hat sich das Aufkommen an testamentarischen
Spenden in Österreich mehr als verdoppelt. In rund 2.000 Testamenten pro Jahr sind
gemeinnützige Vereine als Erben oder Vermächtnisnehmer eingesetzt. Laut Hochrechnung des
Fundraising Verband Austria haben Testamentsspenden im Vorjahr 110 Mio. Euro für
gemeinnützige Hilfsprojekte von Organisationen eingebracht. Jeder zehnte Spendeneuro stammt
somit bereits aus einem Testament. Für diesen unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag sagten
Österreichs Spendenorganisationen heute im Schlosspark Schönbrunn gemeinsam Danke und
pflanzten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen.

 

Spendenzwecke im letzten Willen zu verankern, liegt international im Trend. Die demographische
Entwicklung hin zu mehr Ein Personen- und kinderlosen Haushalten hat in zahlreichen Ländern dazu
geführt, dass kontinuierlich mehr Menschen – neben Verwandten, Freundinnen und Freunden –
einen Teil ihres Vermögens auch gemeinnützigen Anliegen widmen. In Großbritannien stammt
bereits über ein Viertel des gesamten Spendenaufkommens aus Vermächtnissen. 7% aller britischen
Testamente weisen NPOs als Erben auf, ebenso viele sind es in Australien. Unter den
österreichischen Testamenten sind in 1-2% gemeinnützige Zwecke verankert. Laut Kalkulation von
„Vergissmeinnicht“, einer Initiative des Fundraising Verband Austria, resultierten daraus im Vorjahr
neuerlich über 100 Mio. Euro an Spenden.

 

„Ob Kinderhilfe, Pflege, Forschung und Wissenschaft oder Tier- und Umweltschutz, Vermächtnisse für
den guten Zweck stellen mittlerweile eine der tragendsten Stützen des Dritten Sektors in Österreich
dar. Viele gesellschaftliche Projekte könnten ohne diese wertvollen Mittel nicht finanziert werden“,
betont Vergissmeinnicht-Leiter Markus Aichelburg. „Stellvertretend für den gesamten Sektor,
möchten wir für dieses unverzichtbare Spendenengagement der Menschen in Österreich im Rahmen
ihres letzten Willens herzlich Danke sagen“, so Ruth Williams, Geschäftsführerin Fundraising Verband
Austria, anlässlich der heutigen Vergissmeinnicht-Dankesaktion im Schlossgarten Schönbrunn, der
mit blühenden Vergissmeinnicht-Pflanzen bereichert wurde.

 

Interesse in der Bevölkerung verdoppelt

Die vom Fundraising Verband Austria ins Leben gerufene Initiative Vergissmeinnicht hat es sich zur
Aufgabe gemacht, in Zusammenarbeit mit der Notariatskammer kostenlos und neutral darüber zu
informieren, wie mit einem gemeinnützigen Vermächtnis über das Leben hinaus Gutes getan werden
kann und was dabei in der Testamentsgestaltung zu beachten ist. Seit ihrer Gründung 2012 ist nicht
nur das Spendenaufkommen kontinuierlich gewachsen, auch das Interesse in der Gesamtbevölkerung
hat sich deutlich gewandelt, weiß Markus Aichelburg: „2012 konnten sich nur 8% der über 40-
jährigen Menschen im Land eine Testamentsspende persönlich vorstellen. Heute ist fast jede fünfte
Person offen dafür, so das Ergebnis unserer jüngsten Studie.“ Besonders groß ist das Interesse laut
der im Frühjahr 2024 durchgeführten Umfrage (2.000 Befragte) unter kinderlosen Personen. Rund ein
Drittel von ihnen kann sich eine Testamentsspende vorstellen.

 

Spendende möchten über den Tod hinaus Gutes tun

Tendenziell vererben Testamentsspenderinnen und -spender hierzulande moderate Vermögen
zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Zu über 90% stammen die bereits geleisteten Testamentsspenden von alleinstehenden und kinderlosen Personen. „Daneben bemerken wir aber,
dass sich auch immer mehr Menschen mit Nachkommen bewusst als Familie dafür entscheiden, einen
Teil des Vermögens bestimmten gemeinwohlorientierten Organisationen zu vermachen“, gibt Ruth
Williams Einblick. Unter den persönlichen Beweggründen dominiert der Wunsch, den Samen für
etwas Sinnstiftendes hinterlassen zu können: 56% der Interessierten möchten auch nach ihrem
Ableben Gutes bewirken. 38% nennen den persönlichen Bezug zu einer bestimmten Organisation als
Grund und 36% möchten nicht, dass ihr Vermögen nach dem Tod an den Staat geht, sondern selbst
entscheiden, was damit passiert. Besonders gerne wird der Tierschutz testamentarisch bedacht,
gefolgt von den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales sowie Hilfe für Kinder und Jugendliche.

 

Testamentsspenden wirken in allen gemeinnützigen Bereichen

Mittel aus Erbschaften finanzieren sowohl laufende NPO-Projekte als auch völlig neue Hilfsangebote.
Sie entfalten ihre Wirkung quer durch alle gemeinnützigen Bereiche, unter anderem bei der Hilfe für
bedürftige Kinder, wie Sylvia Karl, Betreuerin private Förderer und Partner SOS Kinderdorf,
festhält: „Die Unterstützung, die SOS-Kinderdorf durch Testamentsspenderinnen und -spender erfährt,
ist zu einem wichtigen Standbein für unser Engagement geworden und gibt benachteiligten Kindern
und Jugendlichen eine Chance auf eine positive Zukunft. Mit großzügigen Testamentsspenden
konnten viele erfolgreiche Projekte für Kinder umgesetzt werden, sowohl in Österreich als auch
weltweit. Ein herzliches Danke für das Vertrauen!“

Missio – Päpstliche Missionswerke in Österreich bringt testamentarische Spenden hingegen für
hunger- und notleidende Menschen in den ärmsten Ländern der Welt zum Einsatz: „Eine
Testamentsspende an Missio Österreich bietet die große Chance, noch einmal etwas ganz Großes in
den Ländern des globalen Südens zu bewirken. Durch ihre Großzügigkeit schenken unsere
Spendenden den Ärmsten der Armen über den Tod hinaus Würde, Hoffnung und Perspektive. Mit
einer Testamentsspende können wir eine Region mit Wasser versorgen, Schulen bauen und auf diese
Weise Gefängnisse schließen. Unseren Spenderinnen und Spendern im Himmel sei Dank“, so Marcel
Urban, Erbschaft & Testamente Päpstliche Missionswerke in Österreich.

„Über die Initiative „Vergissmeinnicht“

100 Mitglieder-Organisationen aus den Bereichen Soziales, Tier- und Umweltschutz bis hin zur
Kulturförderung sind Teil der Initiative Vergissmeinnicht. Sie verbindet die Überzeugung, dass man
mit einem Vermächtnis für den guten Zweck nachhaltig positive Spuren hinterlassen kann. Mit
einem umfassenden Serviceangebot (u.a. Vergissmeinnicht-Erbrechtsratgeber, digitaler
Testamentsrechner, Online-Notarvideos) und kostenlosen Veranstaltungen klären sie seit 2012 über
das Erbrecht und die Anforderungen an ein Testament auf. Der Informationsbedarf ist nach wie vor
groß: Nur 31% der Personen über 40 haben bereits ein Testament gemacht. 50% bezeichnen sich
als wenig bis gar nicht über das Erbrecht informiert.

© Thomas Meyer Photography

Österreicher*innen spenden neuerlich über 100 Millionen Euro via Testament

Insbesondere unter kinderlosen Menschen ist das Interesse an einem gemeinnützigen Vermächtnis stark gestiegen.

 

Wien 24.10.2023. Jede fünfte Person in Österreich über 50 kann sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken und damit über das Leben hinaus Positives zu bewirken. Das zeigt eine wissenschaftliche Studie im Auftrag von „Vergissmeinnicht – die Initiative für das gute Testament“. Diese sensibilisiert seit über zehn Jahren dafür, sich frühzeitig über die Nachlassregelung Gedanken zu machen, und informiert, was beim Wunsch nach einer Testamentsspende beachtet werden muss. 2023 werden die Österreicher in Summe neuerlich über 100 Mio. Euro für wohltätige Zwecke vererben – so die Prognose von Vergissmeinnicht. Heute sagen gemeinnützige Organisationen am Friedhof Hütteldorf dafür im Gedenken an ihre Testamentsspender symbolisch Danke.

 

Über den eigenen Tod nachzudenken, fällt den meisten Menschen naturgemäß nicht leicht. Dementsprechend haben in Österreich auch nur 30% der über 40-jährigen mit einem Testament vorgesorgt. Gerade rund um Allerheiligen beschäftigen sich jedoch jedes Jahr viele Menschen mit dem eigenen Vermächtnis. „Dieses verstärkte Interesse am Thema Testament und Nachlassregelung spüren wir auch seitens der Initiative Vergissmeinnicht jedes Jahr anhand steigender Anruferzahlen und Bestellungen unserer kostenlosen Erbrechtsbroschüre“, berichtet Markus Aichelburg, Leiter von Vergissmeinnicht. „Speziell bei unseren Informationsveranstaltungen zusammen mit der Notariatskammer Österreich sehen wir, dass immer mehr Menschen selbst bestimmen möchten, was einmal mit ihrem Vermögen passiert.

 

20 Prozent der über 50-jährigen offen für gemeinnütziges Vermächtnis

Ebenso wie in vielen anderen europäischen Ländern, nimmt auch in Österreich das Interesse an der Möglichkeit testamentarisch festgelegter Spenden seit Jahren kontinuierlich zu. Rund 100.000 Verlassenschaftsverfahren werden hierzulande pro Jahr abgewickelt, ca. 2.000 davon betreffen Testamente, in denen gemeinnützige Vereine – von der Kinderhilfe über die Pflege und die Forschung bis hin zum Tierschutz – als Erben oder Vermächtnisnehmer eingesetzt wurden. Schon 2022 wurden auf diesem Weg erstmals über 100 Mio. Euro gespendet und auch 2023 rechnet Vergissmeinnicht in einer Prognose damit, diese Marke zu überschreiten. Laut aktueller Studie im Auftrag der Initiative unter 1.800 Personen über 50 Jahre können sich rund 20% der Bevölkerung ein Vermächtnis für den guten Zweck vorstellen. Fast 30% wären bereit, Hilfseinrichtungen als Ersatzerben einzusetzen, für den Fall, dass die eigentlichen Erben selbst frühzeitig versterben.

 

Testamentsspenden unverzichtbar für Dritten Sektor

Aufgrund des großen Zuspruchs der Bevölkerung sind Testamentsspenden zu einer tragenden Stütze für die wichtigen Aufgaben von Hilfsorganisationen geworden. Jeder neunte Spendeneuro des Landes stammt mittlerweile aus einer Erbschaft. „Gemeinnützige Vermächtnisse entfalten ihre Wirkung in allen gesellschaftlichen Hilfsbereichen, sei es im Kinder- und Jugendschutz oder in der Katastrophenhilfe. Österreichs Testamentsspenderinnen und -spender tun damit über ihr Leben hinaus Gutes. Dafür sagen wir stellvertretend für den gemeinnützigen Sektor Danke und gedenken ihrer“, betont Markus Aichelburg anlässlich der Gedenkveranstaltung im Friedhof Hütteldorf.

 

Interesse unter kinderlosen Personen besonders groß

Naturgemäß stellt sich speziell für Personen ohne natürliche Erben bzw. ohne direkte Nachkommen die Frage, was mit ihrem Hab und Gut einmal geschehen soll. 40% aller kinderlosen Personen über 40 Jahre können sich vorstellen, an eine oder mehrere gemeinnützige Organisationen zu vererben. Dazu passt auch das Bild bestehender Testamentsspenderinnen und -spender: 86% von ihnen haben keine Kinder, 76% sind weiblich. Tendenziell werden moderate Vermögen zwischen 50.000 und 100.000 Euro vererbt. Einzelne besonders großzügige Vermächtnisse, wie jenes einer Wiener Unternehmerin, die 25 Mio. Euro an das ISTA vererbt hat, um die Grundlagenforschung zu fördern, sind die absolute Ausnahme.

 

Motive: Wirksamkeit entscheidend

93% der Spendenden haben sich für eine testamentarisch festgelegte Spende entschieden, weil ihnen bestimmte gemeinnützige Themen wichtig waren. Mit 92% Zustimmung spielt aber auch der persönliche Bezug zu einer Organisation eine wichtige Rolle. Entscheidender Faktor mit 96% Zustimmung ist jedoch die hohe Zukunftssicherheit und Beständigkeit einer Organisation, was zeigt, dass das Vertrauen in die NPOs groß ist, und dass es für Spendende essenziell ist, zu wissen, dass ihr Erbe einmal wirksam für die Herzensanliegen zum Einsatz kommt. Unter den Spendenthemen stechen insbesondere Gesundheit, Pflege und Soziales sowie Kinder und Tierschutz als wichtigste Anliegen von Testamentsspenderinnen und -spendern hervor.

 

Über Vergissmeinnicht

„Vergissmeinnicht – die Initiative für das gute Testament“ mit mittlerweile 100 Mitglieder-Organisationen aus allen gemeinnützigen Bereichen hat es sich gemeinsam mit der Notariatskammer zur Aufgabe gemacht, dem Informationsbedarf der Bevölkerung beim Thema Testament nachzukommen. Die Initiative klärt u.a. mit Veranstaltungen in ganz Österreich, einem Erbrechtsratgeber, einem Podcast mit Notarinnen und Notaren und dem digitalen Testamentsrechner kostenlos auf, warum es wichtig ist, seinen Nachlass zu regeln und was dabei zu beachten ist. Gleichzeitig kommt Vergissmeinnicht dem stark gestiegenen Interesse an einer Erbschaft für den guten Zweck entgegen. Alle Informationen: www.vergissmeinnicht.at

Die Deutsche Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien (GPI) e.V. hat das St. Anna Kinderspital mit dem E-Learning Kurs „Weh tut`s, wenn ich es sage – Pädiatrisches Schmerzmanagement“ mit dem Comenius EduMedia Siegel 2023 ausgezeichnet. Dieses Siegel wird jährlich für „herausragende digitale didaktische Bildungsmedien“ vergeben.

 

Der E-Learning-Kurs vermittelt spielerisch Wissen rund um Schmerzen und Schmerzmanagement im pädiatrischen klinischen Setting. Das Schmerzerleben von Kindern und Jugendlichen sowie das Schmerzerfassen durch geschultes medizinisches Personal bilden die Hauptlerninhalte des Bildungsmediums. Das primäre Ziel dieses Kurses ist es, pflegerisches, medizinisches und therapeutisches Fachpersonal im Umgang mit Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren. Das interaktive Open-Book-Format bietet dazu eine kreative, multisensorische und praxisnahe Übermittlung dieses wichtigen Themas.

 

Der Kurs wurde von den E-Learning Managerinnen Mag. Arabella Baraka und Magdalena Zusser in Zusammenarbeit mit den Expert*innen, Dr. Markus Egger-Matiqi, Mag. Sarah Rinner und den diplomierten Pflegepersonen der Schmerz-Arbeitsgruppe des St. Anna Kinderspitals erstellt.